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ALLGEMEINE REGELN WPC

  1. Der WPC anerkennt folgende Disziplinen, die bei allen Meisterschaften in der folgenden Reihenfolge und unter Verwendung der WPC- Regeln durchgeführt werden müssen.

    1. KNIEBEUGE

    2. BANKDRÜCKEN

    3. KREUZHEBEN

    Die höchste gültige Leistung der einzelnen Bewerbe ergibt die Gesamtsumme. Gewinner eines Wettbewerbs ist derjenige mit der höchsten Gesamtsumme.

  2. Alle Wettkämpfe, die nach WPC- Regeln ausgetragen werden, müssen in kg angegeben werden.

  3. Der WPC, WPC-E und WPC-A anerkennt, über seine Mitgliedsverbände folgende Weltmeisterschaftstitel:

    Männer:
    Allgemeine Klasse
    Teenager Klasse
    Junioren Klasse
    Sub- Master Klasse
    Masters Klasse

    Frauen:
    Allgemeine Klasse
    Teenager Klasse
    Junioren Klasse
    Sub- Master Klasse
    Masters Klasse

    Der WPC anerkennt auch nationale und internationale Wettkämpfe seiner Mitglieds- Verbände.

  4. Der WPC registriert und anerkennt Weltrekorde (in kg) der gleichen Disziplinen in folgenden Altersklassen:
















    Allgemeine (OPEN) Klasse:
    von 13 Jahren aufwärts
    Senioren Klasse:40-44
    45-49
    50-54
    55-59
    60-64
    65-69
    70-74
    75-79
    und +80
    Sub- Master:33-39
    Junioren Klasse:20-23
    Teenager Klasse:13-15
    16-17
    18-19

    Wettbewerbsfähiges Heben ist auf ein Mindestalter von 13 Jahren beschränkt. Der Teilnehmer muß das Alter am Tag des Wettkampfes erreicht haben. Ein Wettkämpfer kann, bis zum Erreichen seines nächsten Geburtstages, an dem er oder sie die Obergrenze der jeweiligen Altersklasse erreicht, in seiner Altersklasse verbleiben.


























    Körpergewichtsklassen:
    Männer:52,0kg Klassebis 52,00kg
    56,0kg Klasse52,01kg - 56,00kg
    60,0kg Klasse56,01kg - 60,00kg
    67,5kg Klasse60,01kg - 67,50kg
    75,0kg Klasse67,51kg - 75,00kg
    82,5kg Klasse75,01kg - 82,50kg
    90,0kg Klasse82,51kg - 90,00kg
    100,0kg Klasse90,01kg - 100,00kg
    110,0kg Klasse100,01kg - 110,00kg
    125,0kg Klasse110,01kg - 125,00kg
    140,0kg Klasse125,01kg - 140,00kg
    +140,0kg Klasse140,01kg - ohne Limit
    Frauen:44,0kg Klassebis 44,00kg
    48,0kg Klasse44,01kg - 48,00kg
    52,0kg Klasse48,01kg - 52,00kg
    56,0kg Klasse52,01kg - 56,00kg
    60,0kg Klasse56,01kg - 60,00kg
    67,5kg Klasse60,01kg - 67,50kg
    75,0kg Klasse67,51kg - 75,00kg
    82,5kg Klasse75,01kg - 82,50kg
    90,0kg Klasse82,51kg - 90,00kg
    +90,0kg Klasse90,01kg - ohne Limit


  5. Jede Nation darf bei Welt- und Europameisterschaften nur 3 Starter pro Gewichts- und Altersklasse entsenden. Die Mitgliedsverbände können Qualifikationsnormen für deren individuelle Teamauswahl aufstellen.

  6. Bei allen Welt- und internationalen Meisterschaften sollten alle Teilnehmer, bis 21 Tage vor Beginn des jeweiligen Bewerbes, dem WPC Generalsekretär und dem Weltmeisterschaftsorganisationskomitee gemeldet werden.

  7. Bei allen Weltmeisterschaften sollen die ersten 12 Plätze einer jeden Gewichtsklasse mit 12,11,10,9,8,7,6,5,4,3,2,1 Punkten bewertet werden. Die Punktewertung für alle anderen intern. Wettkämpfe sind freiwillig und liegen im Ermessen des ernannten WPC Funktionärs- und Meisterschaftsorganisationskomitees.

  8. Bei Weltmeisterschaften erzielen nur sechs Wettkämpfer einer jeden Nation Punkte für die Nationalteamwertung. Diese sechs Athleten werden nach Beendigung des Wettkampfes ausgewählt und sollten die sechs Bestplatzierten eines jeden Landes sein. Ein Maximum von 2 Wettkämpfern pro Gewichtsklasse derselben Nation kommt für die Punktewertung in Frage.

  9. Im Falle eines Punktegleichstandes der Mannschaften, wird das Team mit der höchsten Anzahl an ersten Plätzen innerhalb der Wettkämpfer, als erster gereiht. Sollten zwei Mannschaften auch die selbe Anzahl an ersten Plätzen aufweisen, so wird diejenige mit den meisten zweiten Plätzen als erste gereiht.

  10. Bei allen Wettkämpfen werden „BESTER HEBER“ Auszeichnungen vergeben, zu deren Ermittlung wird die Reshel Punkteliste verwendet.

  11. Für National- und Weltmeisterschaften, müssen Wettkämpfer, die an der Veranstaltung teilnehmen, eine gültige Verbandsmitgliedschaftskarte vorweisen, eine Fotokopie der Anmeldung beilegen und diese Karte bei der Abwage präsentieren.


 
AUSSTATTUNG UND BESTIMMUNGEN

  1. DIE BÜHNE (Plattform)
    Alle Versuche müssen auf einer Plattform ausgetragen werden, die mindestens 2,46 x 2,46m misst und die Sicherheit der Sportler, Scheibenstecker und aller sonstiger Beteiligten gewährleistet. Die Oberfläche der Plattform muss eben sein, rutschsicher und fest. Sie darf keine erkennbaren Falten in der Nähe des allgemeinen Hebebereiches aufweisen. Gummimatten oder ähnliche Materialien sind erlaubt.
    Während des Hebevorganges ist es, außer dem Wettkämpfer, den zugeteilten Ladern, den drei Schiedsrichtern und falls erforderlich anderen Funktionären, niemandem gestattet sich auf der Bühne aufzuhalten. Beim Bankdrücken kann ein Betreuer dem Athleten beim Ausheben der Hantel behilflich sein. Alle notwendigen Einstellungsarbeiten an den Wettkampfgeräten oder der Plattform, sowie alle Reinigungsarbeiten sind ausschließlich vom Bühnenpersonal zu verrichten.


  2. STANGEN UND SCHEIBEN
    Bei allen Wettkämpfen die nach WPC- Regeln durchgeführt werden, sind nur Scheibenhanteln gestattet. Nur Stangen und Scheiben die allen Bestimmungen entsprechen, dürfen während des gesamten Wettbewerbs für alle Versuche verwendet werden. Die Verwendung von Stangen und Scheiben, die nicht den Bestimmungen entsprechen machen jeden ausgeführten Versuch ungültig.


  3. Die Bestimmungen lauten wie folgt:

    1. Die Hantelstange muss gerade und teilweise gerillt sein.
      Sie muss den folgenden Abmessungen entsprechen:
      1. Die totale Gesamtlänge darf 2,20m nicht überschreiten, ausgenommen hiervon ist die spezielle Kniebeugestange.

      2. Der Abstand zwischen den Manschetten darf nicht größer als 1,32m und kleiner als 1,31m sein. Ausnahme spez. Kniebeugestange.

      3. Der Durchmesser der Stange darf 29mm nicht überschreiten, mit Ausnahme der speziellen Beugestange.

      4. Das Gewicht der Stange mit Verschlüssen muss 25kg betragen, ausgenommen der speziellen (Pasanella) Kniebeugestange.

      5. Durchmesser der Scheibenaufsteckbuchsen 49,5 -52mm.

      6. Die Hantelstange soll eine maschinelle Markierung haben, oder sie muss mit einem Klebeband so gekennzeichnet werden, dass zwischen der Markierung ein Abstand von 81cm entsteht.

      7. Die spezielle Kniebeugestange soll einen Durchmesser von max. 32mm haben. Die Aufsteckbuchsen dürfen nicht länger als 508mm sein. Der Abstand zwischen den Manschetten darf nicht größer als 1434mm sein und die Gesamtlänge der Hantel darf 2,4m nicht überschreiten.


    2. Scheibenhantel sollen folgenderweise beschaffen sein:
      1. Alle Scheiben die bei einem Wettkampf verwendet werden, dürfen nicht mehr als 0,25% von ihrem angegebenen Nennwert abweichen.

      2. Die Lochgröße in der Mitte der Scheibe muss so sein, dass sie auf der Stange kein übermäßiges Spiel zulässt.

      3. Die Scheiben müssen folgende Gewichtsgrößen haben: 1,25kg, 2,5kg, 5kg, 10kg, 15kg, 20kg, 25kg (45kg), 50kg. Für Rekordversuche mit einer Steigerung von weniger als 2,5kg sind Scheiben mit 0,25 und 0,5kg vorgesehen.

      4. Zwecks Gültigkeit eines Rekords dürfen diese leichteren Scheiben verwendet werden, sobald der bestehende Rekord um mindestens 500g überboten wird.

      5. Alle Scheiben müssen deutlich mit deren Gewicht beschriftet sein und so auf die Hantel geladen werden, dass die schweren Scheiben immer innen sind, gefolgt von den leichteren Scheiben in ansteigender Reihenfolge.

      6. Die erste und schwerste Scheibe wird mit der Aufschrift nach innen geladen, alle weiteren mit der Aufschrift nach außen.

      7. Der Durchmesser der größten Scheibe darf nicht mehr als 45cm betragen.

      8. Die Hantelscheiben sollen in folgenden Farben gehalten sein: 10kg und darunter- jede beliebige Farbe, 15kg- gelb, 20kg- blau, 25kg- rot, (45kg- Gold) 50kg- grün.


    3. Verschlüsse
      1. Verschlüsse müssen beim Wettkampf immer verwendet werden.

      2. Sie müssen 2,5kg wiegen, außer bei der spez. Kniebeugestange. Verschlüsse die extra für die spezielle Pasanella- Stange erzeugt wurden, dürfen nur mit dieser verwendet werden.


  4. KNIEBEUGESTÄNDER
    1. Kniebeugeständer müssen fest und sicher gebaut sein und maximale Stabilität bieten. Die Standfläche muss so konstruiert sein, dass sie weder den Heber noch die Scheibenauflader behindert. Sie können aus einem Einzelelement oder aus zwei getrennten Ständern konstruiert sein, die die Stange in horizontaler Position halten.

    2. Die Kniebeugeständer müssen jeden Wettkämpfer die ideale Stellung ermöglichen.

    3. Die Höhe soll in Abständen von 5cm verstellbar sein.

    4. Hydraulische Ständer müssen zusätzlich mit einem Bolzen gesichert sein.

    5. Bei allen internationalen Meisterschaften müssen hydraulische oder konventionelle Ständer verwendet werden, die diesen Bestimmungen entsprechen.


  5. DRÜCKERBANK
    Die Bank soll eine feste stabile Bauweise haben und folgenden Maßen entsprechen:
    1. Länge – mindestens 1.22m, die Bank muss flach u. eben sein.

    2. Breite – 29-32cm

    3. Höhe – 42-45cm, gemessen vom Boden bis zur nicht zusammengepreßten Oberfläche der Bankpolsterung.

    4. Die Höhe der Hantelablageständer bei verstellbaren Drückerbänken soll mindestens 82 - max. 100cm betragen, gemessen vom Boden bis zur Stangenablage. Bei nicht verstellbaren Bänken muss die Höhe 87-100cm sein.

    5. Der Abstand zwischen den Innenseiten der Hantelablageständer muss mind. 1,10m betragen.


  6. KAMPFRICHTERANLAGE
    Ein System von Lampen wird verwendet, mit dem die Kampfrichter ihre Entscheidung bekannt geben können. Jeder Kampfrichter verfügt über ein weißes und ein rotes Licht, welches einen gültigen bzw. einen ungültigen Versuch kennzeichnen. Die Lampen müssen so angeschlossen sein, daß sie, erst nachdem jeder Schiedsrichter seine Wertung gedrückt hat, zusammen aufleuchten. Vorzugsweise sollen die Lichter horizontal angeordnet sein, entsprechend der Position der 3 Richter. Für den Fall, dass es z.B. zu einem Stromausfall kommt, sollte das Schiedsgericht mit roten und weißen Kellen ausgestattet sein, um damit ihre Entscheidung bekanntzugeben. Notfalls kann auch der Daumen nach oben oder nach unten zeigend verwendet werden.



 
PERSÖNLICHE AUSRÜSTUNG

  1. DER HEBERANZUG
    Ein beim Wettkampf getragener Heberanzug, sollte diesem hier illustriertem (siehe Abbildung 1) entsprechen. Der Anzug muss ein, auf die individuelle Körpergröße angepaßtes Kleidungsstück sein. Er kann aus mehreren Lagen oder Schichten beliebiger Stärke bestehen, muss aber als Ganzes ein Bestandteil sein. Die Träger müssen während des Versuches über der Schulter getragen werden. Der Anzug kann jede gewünschte Farbe oder Farben haben. Die Beinlänge darf nicht über die Mitte des Oberschenkels (gemessen zwischen Schritt und Kniekehle) hinausragen. Frauen können ein einteiliges Dress, vergleichbar mit dem Design des Heberanzugs, tragen. Trikots mit Ärmel oder hochgeschnittener Beinlinie sind verboten.


  2. UNTERHEMD
    Ein Unterhemd, dass im Schnitt einem T-Shirt gleicht, mit oder ohne Ärmel, kann unter dem Heberanzug getragen werden. Es muss ein einzelnes Stoffkleidungsstück sein. Das Shirt kann aus mehreren Lagen bestehen, muss aber als Ganzes ein Teil sein. Die Dicke darf nicht die natürliche Körpermuskulatur vergrößern, verstärken oder erhöhen. Die Ärmel dürfen nicht über den Ellbogen hinausragen. Das Unterhemd kann jede beliebige Farbe haben, oder auch verschiedenfarbig sein. Es darf aber nichts dargestellt werden, das anstößig ist oder den Geist des Wettkampfes beleidigt.


  3. UNTERHOSEN
    Eine Unterhose oder Powerhose von beliebigem Design kann getragen werden. Voraussetzung ist nur, dass der Hosenbund nicht über die Mitte des Torso hinaufreicht. Die Unterhose muss ein einzelnes Stoffkleidungsstück sein. Sie kann aus mehreren Schichten oder Lagen bestehen, muss aber als Ganzes ein Teil sein. Sportliche Hilfen unter der Hose sind erlaubt.


  4. SOCKEN
    Wenn Socken oder Kniestrümpfe getragen werden, dürfen diese nicht über die Knie reichen, die Kniebandagen oder die Schienbeinschützer berühren. Strümpfe die über das ganze Bein gehen, Strumpfhosen oder Hosen sind nicht erlaubt.


  5. SPEZIELLE FAKTOREN
    Frauen dürfen zusätzlich schützende Unterhosen oder Slips tragen. Frauen dürfen während der Versuche einen BH tragen, vorausgesetzt er enthält keine speziellen Unterstützungen. Die Verwendung von Tampons, Binden oder ähnlicher, dem Schutz der Frauenhygiene dienender Artikel, ist erlaubt. Schienbeinschützer aus Stoff oder Plastik, die vom Knöchelgelenk bis zum Patellasehnenansatz reichen, dürfen beim Kreuzheben verwendet werden.


  6. GÜRTEL
    Der Wettkämpfer kann einen Gürtel verwenden, der an der Außenseite des Hebeanzuges getragen werden muss.

    Material und Aufbau:
    1. Der Hauptteil des Gürtels soll aus Leder, Stoff, Vinyl oder Nylon bestehen, werden diese Materialien mehrlagig verwendet, müssen sie zusammengenäht oder geklebt sein. Außer den unter Punkt c. angeführten Teilen, dürfen sich keine Metallteile am Gürtel befinden.

    2. Es darf sich keine zusätzliche Polsterung, Verstärkung oder sonstige Unterstützung egal welchen Materials, innerhalb der Schichten oder an der Oberfläche des Gürtels befinden.

    3. Eine Metallschnalle soll mit Hilfe von Beschlagnägel und/oder Nähten am Ende des Gürtels befestigt sein. Dies sind die einzigen Metallteile, die verwendet werden dürfen. Weiters sind aufblasbare Bestandteile im oder auf dem Gürtel verboten.

    4. Eine Leder-, Stoff-, Vinyl- oder Nylonschlaufe soll in der Nähe der Metallschnalle mit Hilfe von Beschlagnägel oder Nähten befestigt werden.

    5. Der Name, die Nation und der Verein des Wettkämpfers darf an der Außenseite des Gürtels aufscheinen.

    6. Ein Ein- bzw. Zweizackengürtel, oder eine Hebelmechanikverschlussvorrichtung darf verwendet werden.


  7. ABMESSUNGEN
    1. Die Breite des Gürtels darf maximal 10 cm betragen.
    2. Entlang der Hauptlänge darf die Dicke des Gürtels maximal 13 mm messen.

  8. SCHUHWERK
    Solides Schuhwerk soll auf der Bühne getragen werden, nur Socken sind nicht gestattet. Metallabsätze oder Nägel sind ebenfalls nicht gestattet.

  9. BANDAGEN
    Sie sollen aus einem elastischen Gewebe bestehen, welches aus Baumwolle, Polyester, Sanitätskrepp oder aus einer Kombination dieser Materialien, hergestellt wurde. Bandagen aus Gummi oder Gummiersatz sind nicht erlaubt.

    Bandagen dürfen wie folgt verwendet werden:
    1. Handgelenksbandagen dürfen 8cm breit und 1m lang sein, oder als Alternative kann eine elastische Binde mit nicht mehr als 10 cm Breite getragen werden. Eine Kombination der Beiden ist nicht erlaubt. Sollten es Handgelenksbandagen im „Wickelstil“ sein, so ist eine Daumenschlaufe und ein Klettverschluss zur Sicherung gestattet. Bei Verwendung darf die Bandage nicht mehr als 10cm unter und 2cm über das Zentrum des Handgelenks hinausragen. Die gesamte Wickelbreite darf 12cm nicht überschreiten.

    2. Kniebandagen dürfen 2,5m lang und 8cm breit sein, als Alternative kann ein Kniestrumpf mit nicht mehr als 20 cm Länge getragen werden. Eine Kombination beider ist nicht erlaubt. Die Kniebandage darf nicht mehr als 15cm oberhalb und 15cm unterhalb des Kniegelenks gewickelt werden. Insgesamt sind 30cm erlaubt, wobei aber weder der Heberanzug noch die Socke von der Bandage berührt werden darf.

    3. Die Ellbogenbandagen dürfen nur während des Kniebeugebewerbes verwendet werden. Sie sollen nur den allgemeinen Ellbogenbereich abdecken, und sich nicht bis zum Handgelenk oder zur Schulter erstrecken. Sie können unterstützende Hüllen aus Gummimaterial oder elastische Bandagen sein, müssen aber in jedem Fall aus einem Teil bestehen. Werden Bandagen verwendet, dürfen diese nicht länger als 1m sein.


  10. PFLASTER
    1. Zwei Schichten aus Gips, Verband oder Pflaster dürfen, auch ohne Einholung der offiziellen Erlaubnis der Kampfrichter oder sonstiger WPC-Offizieller auf dem Daumen getragen werden. Pflaster oder Verbände dürfen nicht als Riemen verwendet werden, um den Wettkämpfer bei der Übungsausführung zu unterstützen.

    2. Mit der Erlaubnis und unter Aufsicht der Kampfrichter des zuständigen WPC Wettkampffunktionärs und des offiziellen Arztes oder zuständigen Mediziners, darf der Wettkämpfer Pflaster, Verbände, Bandagen oder Hansa-Plast für Muskelverletzungen am Körper verwenden. Mit ähnlichem Verbandsmaterial können auch Verletzungen an der Handfläche versorgt werden, diese dürfen sich aber keinesfalls um den Handrücken erstrecken.


  11. ALLGEMEINES
    1. Die Verwendung von Öl, Fett oder anderer Schmiermittel am Körper, Anzug oder sonstiger persönlicher Ausrüstung des Athleten, ist verboten. Einreibemittel zwecks therapeutischer Maßnahmen sind erlaubt, diese dürfen jedoch während der Versuche auf der Bühne nicht sichtbar sein. Puder, Kreide, Talk, Harz und Magnesium- Carbonat sind gestattet. Die Verwendung von Sprays ist nur am Körper des Athleten gestattet.

    2. Auf den Ausrüstungsgegenständen der Wettkampfbühne darf kein Magnesium, Sprays oder sonstige Mittel absichtlich aufgetragen werden.
    3. Der Heberanzug und die persönliche Ausrüstung des Athleten sollen sauber, ordentlich und allgemein akzeptabel sein. Sollten diese Bestimmungen nicht erfüllt werden, so liegt es im Ermessen des Hauptkampfrichters, dem Athleten ein Fortsetzen des Wettbewerbs zu untersagen.

    4. Übermäßige Aufputsch - Techniken (z.b. schimpfen, schlagen...) sollen nach Ermessen des Kampfrichters limitiert werden.


 
KONTROLLE DER PERSÖNLICHEN AUSRÜSTUNG

  1. Bei allen Wettkämpfen gibt es vor dem Wettkampf keine offizielle Kontrolle des Anzuges und der persönlichen Ausrüstung.

  2. Es liegt in der Verantwortung des Wettkämpfers in Übereinstimmung aller Kleidungsvorschriften auf der Bühne zu erscheinen.

  3. Sollte ein Wettkämpfer Zweifel an der Legalität seiner Ausrüstung haben, so kann während der Abwage eine Kontrolle durchgeführt werden. Diese Kontrolle sollte von einem der anwesenden WPC Kampfrichter erfolgen, aber nicht von dem mit der Abwage beauftragten Offiziellen. Jede Vermutung oder Zweifel betreffend der Korrektheit der persönlichen Ausrüstung eines Athleten, soll an den ernannten WPC Wettkampf Funktionär weitergeleitet werden und kann jederzeit, auch vor dem Wettkampf kontrolliert werden.

  4. Artikel der persönlichen Ausrüstung, die in den oben angeführten Regeln nicht erwähnt wurden, wie z.b. Stirnbänder, Mundstücke, Bänder, Uhren, Schmuck und Frauenhygieneartikel sind erlaubt. Hüte, Halstücher oder Stirnbänder die den Kopf wie einen Hut bedecken, dürfen auf der Bühne nicht getragen werden.

  5. Alle auf der Bühne verwendeten Kleidungsstücke, die ernsthaft anstößig, schmutzig, zerrissen, zerfetzt, unanständig sind oder den Geist der Veranstaltung beleidigen, sollen zurückgewiesen werden. Dem Wettkämpfer wird erst wieder erlaubt mit seinem Wettkampf fortzufahren, wenn er seine Kleidung in Ordnung gebracht hat.

  6. Wenn ein Wettkämpfer während seines Versuches einen Artikel trägt, der illegal ist oder nachweislich nicht genehmigt wurde, so verliert dieser Versuch an Gültigkeit. Der Athlet kann auch vom Wettkampf disqualifiziert werden. Kleinere Versehen, die unter Punkt 5 beschrieben werden, sollen vor der Versuchsausübung dem Wettkämpfer gezeigt und korrigiert werden.

  7. Jeder Wettkämpfer kann vor oder nach seinem Versuch kontrolliert werden, sollte ein Kampfrichter Zweifel an der Legalität der Ausrüstung haben.

  8. Jeder Wettkämpfer der einen erfolgreichen Weltrekordversuch absolviert hat, muss kontrolliert werden. Die Kontrolle kann visuell sein, oder gründlicher durchgeführt werden. Eine genauere Kontrolle sollte abseits der Bühne erfolgen, entweder von den 3 Kampfrichtern oder einem Funktionär gleichen Geschlechts. Auf jeden Fall soll der Hauptkampfrichter dem Sprecher und dem Rekordlistenführer bekannt geben, ob der Versuch anerkannt wird.


 
REGELN DER DREIKAMPFDISZIPLINEN

    KNIEBEUGE

  1. Nachdem der Wettkämpfer die Hantel aus dem Ständer ausgehoben hat, mit dem Gesicht nach vorne auf der Bühne steht, kann er sich rück- vor- oder seitwärts bewegen um seine ideale Beugeposition zu finden. Die Stange darf nicht mehr als 3 cm unter der Oberseite des vorderen Deltamuskels liegen. Sie soll horizontal auf den Schultern, mit den Händen umgreifend, gehalten werden. Die Knie müssen durchgestreckt sein, die Füße eben auf dem Boden stehen.

  2. Der Wettkämpfer muss in dieser Position auf das Signal des Hauptkampfrichters warten. Dieses wird gegeben, sobald der Athlet bereit ist und anzeigt, dass er in der richtigen Position ist und die Hantel unter Kontrolle hat. Das Signal des Hauptkampfrichters besteht aus einer Abwärtsbewegung des Armes und dem hörbaren Kommando „Squat“.

  3. Sobald das Kommando erfolgt, muss der Wettkämpfer die Knie beugen und den Körper senken, bis die Oberfläche der Beine beim Hüftgelenk niedriger ist, als das obere Ende der Knie. (siehe Abbildung 2.)

  4. Der Wettkämpfer muss die aufrechte Position ohne nachzufedern wiedererlangen und die Knie müssen durchgestreckt sein. Während des Aufrichtens kann ein Stopp in der Bewegung sein, es darf aber keinesfalls eine Abwärtsbewegung geben. Sobald sich der Wettkämpfer in einer kontrollierten Endposition befindet, gibt der Hauptkampfrichter das Signal, dass die Vollendung des Versuches und das Zurücklegen der Hantel in die Ständer anzeigt.

  5. Dieses Signal besteht aus einer Rückwärtsbewegung des Armes und dem hörbaren Kommando „Rack“. Hierauf legt der Athlet die Stange in die Ständer.

  6. Der Wettkämpfer soll mit dem Gesicht nach vorne in Richtung Hauptkampfrichter, auf der Bühne stehen.

  7. Der Wettkämpfer soll während der Übungsausführung weder die Scheiben noch die Manschetten der Stange halten. Der Rand der Hände, die die Stange umgreifen, darf jedoch die innere Oberfläche der Manschette berühren.

  8. Es dürfen sich nicht mehr als 5 und nicht weniger als 2 Scheibenstecker/Aufpasser auf der Bühne befinden. Ein Helfer der bei Verwendung des Monolifts den Hebemechanismus bedient, ist von dieser Regel ausgenommen.

  9. Die Aufpasser können dem Wettkämpfer beim Herausheben der Hantel behilflich sein. Sie dürfen dem Wettkämpfer jedoch nicht körperlich helfen in die richtige Startposition zu kommen. Sollte der Athlet stolpern oder eine offensichtliche Instabilität zeigen, so können die Aufpasser helfen damit er die Kontrolle wiedererlangt.

  10. Es kann nur ein Startsignal pro Versuch gegeben werden.

  11. Auf Beschluss des Hauptkampfrichters, soll dem Wettkämpfer ein weiterer Versuch mit dem selben Gewicht gewährt werden, wenn ein Fehler passiert, der auf die Aufpasser zurückzuführen ist.


    Gründe für ungültige Versuche bei der Kniebeuge:

  1. Nichtbeachtung der Kommandos des Hauptkampfrichters am Anfang und Ende des Versuches.

  2. Nachfedern, oder mehr als ein Versuch sich aufzurichten am unteren Ende der Kniebeuge.

  3. Das Versagen, eine aufrechte Position mit gestreckten Knie, am Beginn oder am Ende des Versuches einzunehmen.

  4. Eine Bewegung der Füße seitlich, rück- oder vorwärts, die einen Schritt oder ein Stolpern darstellen.

  5. Das Versagen die Knie nicht soweit zu beugen, sodass die richtige Tiefe, wie in Punkt 3 beschrieben, erreicht wird.

  6. Jede Neustellung der Füße nach dem Kommando des Kampfrichters.

  7. Jede Berührung der Hantel oder des Athleten, durch einen Scheibenstecker, zwischen den Schiedsrichtersignalen.

  8. Einen Kontakt der Ellbogen oder Arme mit den Beinen am tiefsten Punkt der Beuge.

  9. Das Versagen den Versuch zu beenden.

  10. Jedes absichtliche Fallenlassen oder Abladen der Hantel.


    BANKDRÜCKEN

  1. Die Vorderseite der Bank muss auf der Bühne so platziert werden, dass sie dem Hauptkampfrichter gegenübersteht.

  2. Der Wettkämpfer liegt mit dem Rücken auf der Bank, Schultern und Gesäß sind in Kontakt mit der Oberfläche. Diese Position soll während des Versuches beibehalten werden. Der Wettkämpfer muss entweder mit der Schuhfläche, oder mit den Zehenspitzen, festen Kontakt mit der Bühne haben. Die Position des Kopfes ist beliebig.

  3. Um die Bühnenoberfläche zu erhöhen und einen festen Stand zu erlangen, kann ein Wettkämpfer Scheiben oder Blöcke verwenden. Egal welche Methode gewählt wird, die Schuhe müssen festen Kontakt haben. Die Blöcke sollten nicht größer als 45 x 45 cm sein.

  4. Nicht mehr als 5 und nicht weniger als 2 Scheibenstecker dürfen sich auf der Bühne aufhalten. Der Wettkämpfer kann von einem oder mehreren Scheibenstecker Hilfe beanspruchen, um die Hantel aus dem Ständer herauszuheben. Diese Aufgabe kann auch ein persönlicher Betreuer übernehmen. Während des Versuches dürfen sich nur eingeteilte Aufpasser auf der Bühne befinden. Unter Herausheben ist zu verstehen, dass das Gewicht auf Armeslänge übernommen wird, keinesfalls darf beim Hinunterlassen zur Brust, Hilfe geleistet werden. Ein Scheibenstecker, oder der persönliche Betreuer muss nach dem Herausheben der Hantel sofort den Bereich vor dem Hauptkampfrichter frei machen. Der persönliche Betreuer muss sofort die Bühne verlassen, er darf den Hauptkampfrichter nicht ablenken oder behindern. Sollte dies dennoch der Fall sein, so können die Kampfrichter den Versuch für ungültig erklären.

  5. Der Abstand zwischen den Händen, gemessen von Zeigefinger zu Zeigefinger, darf nicht mehr als 81 cm betragen. Die Hantel sollte eine maschinelle Markierung haben, oder es kann auch mit Hilfe eines Klebestreifen die maximale Griffbreite angezeigt werden. Sollte ein Wettkämpfer einen ungleichen Griff, das heißt eine Hand greift außerhalb der Markierung verwenden, so ist es die Verpflichtung des Wettkämpfers dieses dem Hauptkampfrichter mitzuteilen, damit er den beabsichtigten Griff kontrollieren kann, bevor der Versuch gemacht wird. Sollte der Hauptkampfrichter nicht unterrichtet worden sein, so wird jede notwendige Erklärung und/oder Messung auf Kosten der Zeit des Wettkämpfers für seinen Versuch gemacht. Der Revers oder Untergriff ist erlaubt.

  6. Nachdem der Athlet die Hantel auf Armeslänge übernommen hat, soll die Stange auf die Brust abgesenkt und auf das Kommando des Hauptkampfrichters gewartet werden.

  7. Sobald die Hantel bewegungslos auf der Brust liegt, erfolgt das hörbare Kommando „Press“.

  8. Dem Wettkämpfer wird nur ein Startsignal pro Versuch zugestanden.

  9. Nach dem Signal wird die Hantel aufwärts gedrückt. Die Stange darf nicht in die Brust einsinken, oder sich abwärtsbewegen, nachdem der Wettkämpfer versucht sie aufwärts zu drücken. Der Athlet muss die Hantel bis auf gestreckte Armeslänge drücken und sie bewegungslos halten, bis der Hauptkampfrichter das hörbare Kommando „Rack“ gibt. Die Stange soll sich horizontal bewegen, es darf ein Stopp entstehen, aber während der Aufwärtsbewegung darf sich die Hantel nicht zur Brust abwärts bewegen.


    Gründe für ungültige Versuche beim Bankdrücken:

  1. Ein Nichtbeachten der Kampfrichtersignale am Beginn und am Ende des Versuches.

  2. Jede Änderung der gewählten Hebeposition wie z.b. das Anheben des Gesäßes, eine seitliche Bewegung der Hände, eine Bewegung der Füße, während des Versuches.

  3. Das Abfedern der Hantel von der Brust.

  4. Einsinken lassen der Stange in die Brust nach Erhalt des Kommandos.

  5. Deutlich ungleiches Strecken der Arme während, oder bei der Vollendung des Versuches. Dies allerdings liegt im Ermessen der Kampfrichter.

  6. Jede Abwärtsbewegung der Stange im Verlauf des Drückens.

  7. Kontakt der Scheibenstecker mit der Hantel zwischen den Signalen.

  8. Jeder Kontakt der Schuhe des Wettkämpfers mit der Bank oder ihren Stützen.

  9. Ein absichtlicher Kontakt der Hantel mit den Ständern um die Vollendung des Versuches zu unterstützen.

  10. Es liegt in der Verantwortung des Wettkämpfers, seinen persönlichen Betreuer dahingehend zu informieren, dass dieser sobald die Hantel gesichert auf Armeslänge liegt, die Bühne sofort verlassen muss. Es ist besonders wichtig, dass derjenige der die Stange heraushebt, schnell die Bühne verlässt um die Sicht der Kampfrichter nicht zu beeinträchtigen. Ein Nichtbeachten dieser Regel kann den Versuch ungültig machen.


    KREUZHEBEN

  1. Die Hantel liegt horizontal vor den Füßen des Wettkämpfers, sie wird mit beiden Händen und beliebigen Griff gehalten und solange gehoben, bis der Athlet aufrecht steht. Ein Stopp der Stange ist erlaubt, es darf aber keine Abwärtsbewegung geben.

  2. Der Wettkämpfer soll mit dem Gesicht nach vorne auf der Bühne stehen.

  3. Bei Vollendung des Versuches steht der Athlet aufrecht in gerader Position und die Knie sind gestreckt.

  4. Das Signal des Hauptkampfrichters besteht aus einer Abwärtsbewegung des Armes und dem hörbaren Kommando „down“. Das Signal kann aber erst gegeben werden, sobald der Athlet die Hantel bewegungslos hält und in einer offensichtlichen Endposition ist.

  5. Jede Aufwärtsbewegung, oder jedes beabsichtigte Anheben der Hantel, wird als Versuch gewertet.


    Gründe für ungültige Versuche beim Kreuzheben:

  1. Jede Abwärtsbewegung der Hantel, bevor die Endposition erreicht ist.

  2. Das Versagen aufrecht zu stehen.

  3. Bei Vollendung des Versuches sind die Knie nicht durchgestreckt.

  4. Eine Stützung der Stange auf den Oberschenkeln. Stützung wird definiert als eine angenommene Körperposition, die nicht beibehalten werden kann, ohne das Gegengewicht der Hantel.

  5. Eine Bewegung der Füße seitlich, rück- oder vorwärts, die einen Schritt oder ein Stolpern darstellen.

  6. Absenken der Hantel vor Erhalt des Kampfrichtersignals.

  7. Ein Fallenlassen der Hantel auf der Bühne, ohne Kontakt oder Kontrolle beider Hände.


 
DIE ABWAGE

  1. Die erste Abwage soll 24 Stunden vor Startbeginn der jeweiligen Kategorie durchgeführt werden. Diese Anfangsabwage dauert 1,5 Stunden. Eine weitere Abwage beginnend 2 Stunden und endend eine halbe Stunde vor dem Wettkampfbeginn der jeweiligen Kategorie soll abgehalten werden. Diese zwei Abwagen sind verpflichtend. Zusätzliche Zwischenabwagen können stattfinden, liegen aber im Ermessen und der Zustimmung des Wettkampforganisationskomitees und der Wettkampffunktionäre. Alle Abwagen und deren Dauer müssen veröffentlicht und den Wettkämpfern und Betreuern mitgeteilt werden.

  2. Alle Wettkämpfer einer Gewichtsklasse müssen sich während einer der verpflichtenden-, oder zusätzlichen Abwagen, die unter Anwesenheit von einem WPC Kampfrichter stattfindet, wiegen.

  3. Die Abwage muss in einem privaten Bereich durchgeführt werden, in dem nur der Wettkämpfer, sein Betreuer, die Kampfrichter und sonstige Funktionäre anwesend sein dürfen. Das registrierte Gewicht des Athleten darf erst veröffentlicht werden, wenn alle Wettkämpfer seiner Gewichtsklasse abgewogen sind.

  4. Die Wettkämpfer müssen in Unterwäsche (Männer - Unterhosen, Frauen - BH und Slip) gewogen werden. Das Abwageverfahren muss sicherstellen, dass alle Wettkämpfer nur in Gegenwart des eigenen Geschlechts gewogen werden. Zusätzliche Offizielle können hierfür ernannt werden.

  5. Während der Abwage sollen Wettkämpfer die unsicher bezüglich ihrer Ausrüstung sind, diese von einem WPC Kampfrichter kontrollieren und bestätigen lassen.

  6. Lose werden gezogen um die Reihenfolge der Anfangsabwage zu ermitteln. Diese Lose entscheiden dann auch die Reihenfolge der Versuche, sollten Wettkämpfer dasselbe Gewicht verlangen.

  7. Grundsätzlich kann jeder Athlet nur einmal gewogen werden. Sollte ein Teilnehmer schwerer oder leichter als in seiner angemeldeten Gewichtsklasse sein, so kann nochmals gewogen werden. Der Athlet soll sich während einer der offiziellen Abwagen, aber vor Ende der letzten Abwage seiner Kategorie, da er sonst ausgeschlossen wird, nochmals wiegen. Wettkämpfer, die das erste Mal wiegen, haben Vorrang gegenüber denen, die nochmals gewogen werden. Wettkämpfer, die versuchen Gewicht zu machen, können sooft als notwendig gewogen werden.

  8. Ein Wettkämpfer der zu schwer ist, kann in die nächst höhere Gewichtsklasse wechseln. Der Athlet muss sich während einer der Abwagezeiten seiner neuen Gewichtsklasse nochmals wiegen. Es obliegt der Verantwortung des Wettkämpfers, dass alle Qualifikationsnormen für einen solchen Wechsel erfüllt werden.

  9. Sollte ein Teilnehmer leichter sein als das untere Limit seiner Gewichtsklasse, so kann er in die nächst niedrigere Kategorie wechseln, sofern diese nicht schon stattgefunden hat. Der Athlet trägt die Verantwortung zur Überprüfung aller Qualifikationsnormen.

  10. Das offizielle Körpergewicht soll auf 1/10 Kilogramm genau registriert werden.

  11. Jeder Wettkämpfer der bei der letztmöglichen Abwage, die 30 Minuten vor Beginn seines/ihres Durchganges endet, nicht gewogen wurde und seine Erstversuche nicht bekanntgegeben hat, darf an diesem Durchgang nicht teilnehmen. Sollte es nur einen Durchgang geben, so ist dieser Athlet vom Wettkampf ausgeschlossen. Im Falle schlechten Wetters oder sonstiger gefährlicher Bedingungen, kann der technische Funktionär oder der WPC Wettkampfoffizielle eine Verlängerung der Abwagezeiten festlegen.

  12. Wenn zwei Wettkämpfer bei der Abwage dasselbe Körpergewicht haben und dann dasselbe Gesamtergebnis im Wettkampf erreichen, müssen sie nochmals gewogen werden. Der leichtere Athlet wird vor dem Schwereren gereiht. Sollten sie jedoch nochmals das gleiche Körpergewicht aufweisen, müssen sie sich die Plazierung teilen und jeder erhält die gleiche Auszeichnung. In solchen Fällen, in denen 2 Wettkämpfer den ersten Platz belegen, wird der Nächste als Drittplatzierter gereiht.

  13. Wettkämpfer sollten die Höhe der Kniebeugenständer und Bankständer, falls erforderlich Fußblöcke, vor Startbeginn bekanntgeben. Die Erstversuche müssen bei der Abwage angegeben werden.


 
DIE WETTKAMPFORDNUNG

    DAS RUNDENSYSTEM

  1. Bei der Abwage muss der Wettkämpfer alle 3 Erstversuche bekannt geben.

  2. 10 oder weniger Wettkämpfer einer Kategorie müssen in einem Durchgang starten. 10 - 15 Wettkämpfer können in 2 Durchgänge aufgeteilt werden. Mehr als 15 Athleten müssen in eine entsprechende Anzahl von Durchgängen aufgeteilt werden. Die Entscheidung über solch eine Aufteilung wird vom zuständigen WPC-Funktionär getroffen. Wettkämpfer derselben Gewichtsklasse sollen in einem Durchgang starten. Die Durchgänge sollen in A, B, C usw. eingeteilt werden. Gruppe A besteht aus Startern gleicher Kategorie, Gruppe B aus Startern der nächst höheren usw.. Sollte die Anzahl der Wettkämpfer einer Gewichtsklasse es erfordern, diese in mehr als einen Durchgang aufzuteilen, so soll die erste Gruppe aus Startern bestehen, die die niedrigeren Gesamtsummen ihrer Erstversuche angegeben haben usw.. Wettbewerbe, die Männer und Frauen kombinieren, müssen verschiedene Bestimmungen festlegen. Bei mehreren Gruppen soll folgendermaßen vorgegangen werden: Gruppe A beendet alle 3 Versuche der Kniebeuge, danach macht Gruppe B alle 3 Ver Vorgang wird beim Bankdrücken und Kreuzheben wiederholt. Bei 3 ungültigen Versuchen in irgendeiner Disziplin, wird der Wettkämpfer automatisch vom Bewerb ausgeschlossen. Es ist nicht erlaubt, den Wettkampf als Gaststarter oder für einen Rekordversuch fortzusetzen. Nur bei lokalen oder regionalen Wettkämpfen wird diese Entscheidung dem Veranstaltungsdirektor überlassen. Sollten weniger als 10 Athleten in einer Gruppe starten, gibt es nach Vollendung der Runde 5 min Pause, und nochmals nach allen Rekordversuchen.

  3. Alle Wettkämpfer müssen ihren Erstversuch in der ersten Runde, ihren Zweitversuch in der zweiten Runde und ihren Drittversuch in der dritten Runde absolvieren.

  4. Die Hantel muss während der Runden progressiv, das heißt einer sich vom Gewicht her erhöhenden Stange, geladen werden. Die Hantel darf im Durchgang nicht reduziert werden, außer im Falle hier beschriebener Fehler und dann am Ende der Runde.

  5. Die Hebe- Reihenfolge jeder Runde bestimmt die Wahl des Gewichtes der Wettkämpfer für ihre Versuche. Für den Fall, dass zwei Teilnehmer das selbe Gewicht wählen, hebt derjenige mit der niedrigeren Losnummer zuerst, oder der mit dem höheren Körpergewicht.

  6. Ein Wettkämpfer kann kein niedrigeres Gewicht fordern, als er in der vorherigen Runde versucht hat.

  7. Bei einem ungültigen Versuch, kann der Athlet erst in der nächsten Runde seinen Versuch wiederholen.

  8. Bei Versuche, die aufgrund von Fehlern des Schreibers, Aufpasser, Scheibenstecker oder sonstiger Gegebenheiten, ungültig sind, wird der Versuch am Ende der Runde, in der sich der Fehler ereignet hat, ohne Rücksicht auf die progressive Erhöhung der Hantel, wiederholt. Sollte ein solcher Fehler beim letzten Athleten der Runde passieren, so wird der Fehler sofort korrigiert und der Wettkämpfer hat die Möglichkeit, den Versuch innerhalb von 4 Minuten anzutreten. Ebenso wird verfahren, wenn ein Fehler beim ersten Wettkämpfer einer Runde auftritt. Er wiederholt seinen Versuch am Ende der Runde und sollte er dann Erster der nächsten Runde sein, so hat er 4 Minuten Zeit um mit seinem Versuch zu beginnen.

  9. Einem Wettkämpfer ist eine einmalige Änderung der Erstversuche jeder Disziplin gestattet. Dies ist bis 5 Minuten vor Startbeginn möglich. Wettkämpfer, die in einer späteren Gruppe starten, können ihre Erstversuche bis 5 Versuche vor dem Ende der letzten Runde, des vorherigen Durchganges ändern. Diese Fristen müssen vom Sprecher bekannt gegeben werden. Bei einem Versäumnis der Bekanntgabe, können die Schiedsrichter oder WPC Wettkampffunktionäre über eventuelle Unstimmigkeiten entscheiden.

  10. Die Athleten müssen ihre Zweit- und Drittversuche, innerhalb einer Minute nach Vollendung des vorherigen Versuches, angeben. Sollte keine Gewichtsangabe innerhalb dieser einminütigen Zeitspanne erfolgen, verfällt der Versuch der nächsten Runde.

  11. Gewichte, die für den zweiten und dritten Versuch beim Dreikampf in der Kniebeuge und Bankdrücken abgegeben wurden, können nicht mehr geändert werden.

  12. Beim Kreuzheben ist eine Gewichtsänderung gestattet. Die Drittversuche können 2 mal geändert werden, solange der Wettkämpfer noch nicht zum Versuch aufgerufen wurde und die Hantel als „bereit“ oder „geladen“ gemeldet wurde.

  13. Bei Einzeldisziplinbewerben (Bankdrücken) darf der Erstversuch 1 mal, bis 5 Minuten vor dem Start geändert werden. Der Zweitversuch kann 1 mal, der Drittversuch kann 2 mal, solange der Athlet nicht zum Versuch aufgerufen und die Hantel geladen ist, geändert werden.

  14. Um jeden Zweifel oder Verwirrung bezüglich der Abgabe der Versuche zu vermeiden, wird folgendes Verfahren vorgeschlagen: Die gewählten Gewichte für die Versuche sind schriftlich in Form von Versuchskarten abzugeben. Verschiedenfarbige Karten werden für jede Disziplin verwendet. Der Wettkämpfer oder der Trainer sollten die Versuchskarten ausfüllen und unterschreiben. Für den ersten Versuch werden die Karten nur verwendet, wenn das bei der Abwage angegebenes Gewicht, geändert wird.

  15. Wenn ein Wettkampf aus nur einem Durchgang besteht, sollte eine Pause von 20 - 30 Minuten zwischen den Disziplinen eingeplant werden, um eine angemessene Aufwärmzeit zu gewährleisten.

  16. Gibt es mehr als einen Durchgang, so wird der Wettkampf auf Basis wechselnder Disziplinen organisiert. Es ist keine Pause zwischen den Durchgängen erforderlich. Wettkämpfer die in der ersten Gruppe starten, können aufwärmen, während die zweite Gruppe startet. Es gibt nur eine kurze Unterbrechung um die Bühne vorzubereiten.



    DAS WETTKAMPFORGANISATIONSKOMITEE / DIE FUNKTIONÄRE

    Folgende Funktionäre werden vom Wettkampfkomitee ernannt:

  1. Sprecher oder Ansager

  2. Zeitrichter (vorzugsweise ein WPC Kampfrichter)

  3. Ordner

  4. Schreiber

  5. Rekordüberwacher

  6. Scheibenstecker/Aufpasser


  7. Zusätzlich können bei Bedarf weitere Funktionäre ernannt werden wie z.B. Artzt usw...

    Verpflichtungen der oben angeführten Funktionäre:

  1. Der Sprecher
    ist für den reibungslosen Ablauf des Wettkampfes verantwortlich, er fungiert als Leiter der Zeremonien. Er ordnet die Starterkarten nach den, von den Wettkämpfern gewünschten Versuchen, in ansteigender Reihenfolge oder mit Hilfe der Losnummern. Der Sprecher verlautbart das für den nächsten Versuch erforderliche Gewicht, zusammen mit dem Namen des Wettkämpfers. Weiters gibt er die Reihe der nachfolgenden drei Athleten bekannt, die nach dem, sich auf der Bühne befindenden Wettkämpfer, an der Reihe sind. Der Hauptkampfrichter teilt dem Ansager mit, wann die Hantel geladen und die Bühne bereit ist. Hierauf ruft der Sprecher den Wettkämpfer auf die Bühne. Im Idealfall sollten die Versuche auf einer Anzeigetafel sichtbar sein. Der Sprecher ist auch für die Verlautbarung der Fristen, die das Rundensystem betreffen verantwortlich.


  2. Der Zeitrichter
    ist für die genaue Aufzeichnung der Zeitspanne verantwortlich, die verstreicht zwischen der Verlautbarung „Bühne bereit“ (Bar loadet) und dem Signal des Kampfrichters, das den Beginn des Versuches anzeigt. Der Zeitnehmer muss auch alle sonstigen erforderlichen Zeitspannen aufzeichnen, wie z.B. der Athlet hat 30 Sekunden Zeit, um nach seinem Versuch die Bühne zu verlassen. Wenn die Uhr läuft, kann sie nur nach Vollendung der Zeitspanne oder im Ermessen des Hauptkampfrichters gestoppt werden. Es ist deshalb wichtig, dass der Wettkämpfer oder sein Betreuer rechtzeitig alle Einstellarbeiten auf der Bühne prüfen bzw. bekannt geben. Sollte dies nicht geschehen, müssen alle weiteren Anpassungen der Ausrüstung, innerhalb der einminütigen Zeitspanne des Wettkampfers erfolgen. Die Bestimmung über den Beginn eines Versuches hängt von der jeweiligen Disziplin, die gerade durchgeführt wird, ab. Bei der Kniebeuge und beim Bankdrücken beginnt der Versuch mit dem Startsignal des Kampfrichters. Beim Kreuzheben gilt als Start ein entschlossener Versuch die Hantel zu heben. Es ist die Pflicht des Zeitnehmers die Uhr bei diesen definierten Startzeitpunkten zu stoppen, um den Wettkämpfer nicht durch ein Summen, der Uhr zu irritieren.


  3. Die Ordner
    sind für das Aufnehmen der nächsten Versuche mittels Gewichtskarten verantwortlich. Diese Informationen müssen dann unverzüglich dem Punktezählertisch und dem Sprecher mitgeteilt werden. Der Wettkämpfer hat eine Minute Zeit um nach der Vollendung seines Versuches, das gewünschte Gewicht für seinen nächsten Versuch abzugeben. Die Zeitmessung dieses Vorganges liegt in der Verantwortung des Ordners, unter der Aufsicht des Hauptkampfrichters.


  4. Die Schreiber
    Sie sind für die genaue Aufzeichnung während des Wettkampfes zuständig. Am Ende der Veranstaltung sollen sie sicherstellen, dass die drei Kampfrichter die offiziellen Punkteprotokolle unterschreiben.


  5. Die Rekordüberwacher
    Die Aufgabe der Rekordüberwacher besteht in der Aufnahme der Weltrekorde. Sie sammeln die notwendigen Details und verrichten die Schreibarbeit.


  6. Die Scheibenstecker/Aufpasser
    sind für das Auf- und Abladen der Hantel, das Einstellen der Kniebeuge- und Bankdrückständer und das Reinigen der Bühne zuständig. Es liegt in ihrer Verantwortung, die Wettkampfplattform in sauberen und ordentlichen Zustand zu halten. Nicht weniger als 2 und nicht mehr als 5 Scheibenstecker sollen sich während der Ausführung eines Versuches auf der Bühne befinden. Als einzige Ausnahme dieser Regel gilt ein zusätzlicher Scheibenstecker, der den Hebemechanismus am Monolift bedient.

    Sie können dem Wettkämpfer beim Ausheben der Stange behilflich sein. Sie können den Athleten auch stützen falls er stolpern oder die Kontrolle über das Gewicht verlieren sollte. Weiters dürfen sie auch beim Einhängen der Hantel nach dem Versuch behilflich sein. Sie dürfen den Wettkämpfer oder die Stange nicht während des eigentlichen Versuches berühren. Eine Ausnahme ist nur dann der Fall, wenn der Starter offensichtlich bei seinem Versuch scheitert, wenn Verletzungsgefahr besteht, der Hauptkampfrichter oder der Athlet selbst ersucht, dass die Scheibenstecker eingreifen.


    WEITERE VERORDNUNGEN

  1. Die Funktionäre des WPC, das sind der Präsident, der Vorsitzende, der Generalsekretär, der Leiter des technischen Komitees, der Vizepräsident und andere allgemeine Funktionäre - sollen 5 WPC Wettkampffunktionäre ernennen, die alle Weltmeisterschaften überwachen und über etwaige Streitigkeiten entscheiden. Diese 5 Funktionäre müssen aus mindestens 3 verschiedenen Ländern, die an der Weltmeisterschaft teilnehmen, stammen. Für internationale Wettkämpfe, die geringer als Weltmeisterschaften einzustufen sind, werden 3 Wettkampffunktionäre ernannt, diese müssen aus mindestens 2 verschiedenen Ländern sein.

  2. Während eines Wettkampfes dürfen sich nur der Wettkämpfer, sein Trainer, die Scheibenstecker, die 3 diensthabenden Schiedsrichter und notwendige Veranstaltungsfunktionäre auf der Bühne aufhalten. Während der Ausübung des Versuches muss der Trainer die Bühne verlassen, eine eigene Trainerzone soll dafür eingerichtet werden. Während der Kniebeuge und dem Kreuzheben ist die Anwesenheit des persönlichen Betreuers auf der Plattform nicht gestattet. Er kann seinem Starter nur beim Bankdrücken helfen die Hantel auszuheben, sobald diese aber auf gestreckten Armen übernommen ist, muss der Trainer sofort die Bühne verlassen.

  3. Die Wettkämpfer sollen alle Vorbereitungen für den Versuch, wie z.B. bandagieren, abseits der Bühne erledigen. Nur kleine Anpassungen die keine fremde Hilfe erfordern, können auf der Bühne gemacht werden. Ebenso Gürtel und Bandagen öffnen oder das Dress ausziehen, soll abseits der Bühne erledigt werden. Artikel wie Kreide, Puder, Inhalatoren usw., sollten auf und um den Bühnenbereich mit Korrektheit benutzt werden.

  4. Bei WPC Wettkämpfen (insbesondere wo Weltrekorde aufgestellt werden) müssen Gewichte in Kilogramm verwendet werden und die Hantel muss immer ein Vielfaches von 2,5 kg ergeben. Die Gewichte müssen in Kilogramm bekannt gegeben werden, können aber zusätzlich in Pfund angesagt werden.


 
AUSNAHMEN AUS DIESEN REGELN:

  1. Bei einem Weltrekordversuch, der außerhalb des Wettkampfes (4. Versuch) gemacht wird, muss das Gewicht auf der Hantel um zumindest 500 Gramm höher sein, als der bestehende Rekord. Solche Rekordversuche werden am Ende der dritten Runde des jeweiligen Durchganges gemacht.

  2. Bei einem Weltrekordversuch, der innerhalb der vorgeschriebenen Versuche eines Wettkampfes durchgeführt wird, kann der Wettkämpfer bei jeden Versuch ein Gewicht, das den bestehenden Rekord um zumindest 500 Gramm übersteigt, verlangen. Wenn der Versuch erfolgreich ist, wird das exakte Gewicht in das Wettkampfprotokoll und in das Rekordformular eingetragen. Pfundgewichte dürfen nur, wenn sie genau gewogen und in Kilogramm umgerechnet sind, verwendet werden.

  3. Bei allen Wettkämpfen soll das Gewicht der Hantel aus den schwersten Scheiben, die vorhanden sind, bestehen.

  4. In allen Fällen von Fehlern die auf der Bühne passieren, wie z.b. unkorrekten Durchsagen, Lade- oder Bühnenpersonalfehlern, muss der Hauptkampfrichter die weitere Vorgehensweise dem Sprecher mitteilen und dieser soll eine entsprechende Durchsage machen. Solche Entscheidungen des Hauptkampfrichters müssen aber zuerst mit den anderen Bühnenrichtern diskutiert werden.


    Beispiele für Fehler beim Laden:

  1. Die Hantel wird mit einem leichteren, als ursprünglich verlangten Gewicht beladen, der Versuch wird vom Wettkämpfer erfolgreich absolviert. Er kann nun den Versuch akzeptieren, oder den Versuch mit dem ursprünglich gewünschten Gewicht am Ende der Runde wiederholen. Sollte der erste Versuch nicht erfolgreich gewesen sein, so wird dem Athleten am Ende der Runde ein Versuch mit seinem ursprünglich gewünschten Gewicht gewährt.

  2. Die Hantel wird mit einem schwereren, als ursprünglich verlangten Gewicht beladen, der Versuch ist erfolgreich, so wird dem Wettkämpfer die bewältigte Leistung als gültig anerkannt. Die Hantel wird anschließend reduziert, wenn der folgende Athlet ein niedrigeres Gewicht wünscht. Sollte der Versuch nicht erfolgreich gewesen sein, so wird dem Starter am Ende des Durchganges ein Versuch mit seinem ursprünglich gewünschten Gewicht gewährt.

  3. Sollte die Hantel an beiden Seiten nicht gleich beladen worden sein, der Versuch aber dennoch erfolgreich, so gelten die Regeln für über- oder unterladene Hantel, wie oben beschrieben. Sollte die Hantel bei einseitiger Beladung kein Vielfaches von 2,5 kg sein ( z.b. 1,25 kg Scheibe war nur an einer Seite) so wird das nächst niedrige Vielfache von 2,5 kg registriert. Ist der Versuch nicht erfolgreich so wird dem Athleten ein Versuch mit seinem gewünschten Gewicht gewährt.

  4. Sollte während der Versuchsausführung irgendeine Änderung mit der Stange oder den Scheiben stattfinden und der Versuch ist erfolgreich, vorausgesetzt es fällt keine Scheibe von der Hantel, so zählt der Versuch als gültig. Sollte der Versuch nicht erfolgreich gewesen sein, oder es fällt ein Gewicht von der Stange, so wird dem Wettkämpfer ein weiterer Versuch mit dem selben Gewicht gewährt.

  5. Sollte die Bühne oder die Ausrüstung während eines Versuches durcheinandergebracht werden und der Versuch ist erfolgreich, ist der Versuch gültig. Wenn der Versuch nicht erfolgreich ist, so kann dem Athleten, nach Ermessen der Kampfrichter, ein weiterer Versuch mit dem selben Gewicht gewährt werden.

  6. Falls der Sprecher einen Fehler macht, indem er z.B. ein Gewicht leichter oder schwerer ansagt als vom Wettkämpfer verlangt, werden die Kampfrichter dieselben Entscheidungen treffen, wie bei Ladefehlern.

  7. Alle Versuche, die aus den oben genannten Gründen wiederholt werden, finden am Ende der Runde, in der sich der Fehler ereignet hat, statt.

  8. Wenn ein Wettkämpfer einen Versuch verliert, weil der Sprecher den Athleten zum Versuch nicht aufgerufen hat, oder die Durchsage vergessen hat, so wird das Gewicht reduziert und der Versuch während der Runde gemacht. Sollte dieser Zwischenfall einen sich vorzubereitenden Wettkämpfer stören, so kann diesem Athleten eine Extrazeit gewährt werden.

  9. Die Mindeststeigerung zwischen den Versuchen beträgt 2,5 kg.

  10. Drei ungültige Versuche in einer Disziplin bedeuten den automatischen Ausschluss vom Wettkampf.

  11. Außer dem anfänglichen Herausheben der Hantel aus den Ständern, darf der Wettkämpfer keine zusätzliche Hilfe von den Aufpassern erhalten, um in seine Ausgangsposition für den Versuch zu kommen. Sollte der Wettkämpfer jedoch stolpern oder unsicher sein beim Aufstellen für die Kniebeuge, so können die Aufpasser dem Athleten helfen, um das Gleichgewicht und die Kontrolle über die Hantel wieder zu erlangen.

  12. Nach Vollendung seines Versuches hat der Wettkämpfer 30 Sekunden Zeit um die Bühne zu verlassen. Sollte er dieser Regel nicht entsprechen, so kann ihm sein Versuch aberkannt werden.

  13. Jede physische Abnormität, Behinderung oder sonstige Unfähigkeit eines Starters den Regeln vollkommen zu entsprechen, soll den zuständigen WPC Wettkampffunktionären vor Beginn des Durchganges gesagt und erklärt werden. Der Wettkämpfer, die Funktionäre und die Kampfrichter werden dann betreffend der speziellen Faktoren beraten um den Athleten in seiner Behinderung Rechnung zu tragen.

  14. Wenn ein Athlet oder sein Trainer auf der Bühne oder im allgemeinen Bühnenbereich den Sport durch schlechtes Benehmen in Misskredit bringt, so sollen diese Personen offiziell verwarnt werden. Wird das schlechte Benehmen trotzdem fortgesetzt, hat der zuständige WPC Wettkampffunktionär und die Schiedsrichter die Befugnis, den Wettkämpfer zu disqualifizieren und er wird angehalten mit dem Trainer den Austragungsort zu verlassen. Der Teammanager muss sowohl von der Verwarnung als auch von der Disqualifikation offiziell informiert werden.

  15. Jede Berufung gegen Kampfrichterentscheidungen oder deren Verhalten, Beschwerden bezüglich des Verlaufes der Veranstaltung oder gegen das Verhalten anderer Personen die am Wettkampf teilnehmen, sollen an den zuständigen WPC Wettkampffunktionär gerichtet werden. Dies muss unmittelbar nach der Aktion, gegen die sich die Berufung oder Beschwerde richtet, geschehen. Die Berufung muss vom Teammanager und/oder Trainer unterstützt und in Gegenwart von einem oder von beiden vorgetragen werden. Die Beschwerden sollen geprüft werden, falls notwendig kann auch der Wettkampf unterbrochen werden um die Situation voll und ganz zu klären. Nach eingehender Betrachtung wird dem Beschwerdeführer die Entscheidung und eventuelle Maßnahmen, mitgeteilt. Das Urteil des WPC Wettkampffunktionärs ist als endgültig zu betrachten und es gibt keine Möglichkeit sich bei einem anderen Organ zu beschweren.


 
DIE KAMPFRICHTER

  1. Das Kampfgericht besteht aus 3 Personen, einen Hauptkampfrichter und zwei Seitenrichter.

  2. Der Hauptkampfrichter gibt alle notwendigen Signale, er übermittelt dem Zeitnehmer und dem Sprecher wann die Hantel bereit ist, er ist verantwortlich für die Bestätigung von Weltrekorden und er gibt alle Entscheidungen, die von den Kampfrichtern getroffen wurden, bekannt.

  3. Die Signale der drei Disziplinen lauten wie folgt:

    Beginn der Kniebeuge
    Ein sichtbares Signal bestehend aus einer Abwärtsbewegung des Armes und dem hörbaren Kommando„Squat“.

    Ende der Kniebeuge
    Ein sichtbares Signal bestehend aus einer Rückwärtsbewegung des Armes und dem hörbaren Kommando „Rack“.


    Beginn des Bankdrückens
    Ein hörbares Kommando „Press“, wenn die Hantel bewegungslos auf der Brust des Wettkämpfers liegt.

    Ende des Bankdrückens
    Ein hörbares Kommando „ Rack“, wenn die Hantel bis auf durchgestreckte Armeslänge gedrückt wurde.


    Beginn des Kreuzhebens
    Kein Kommando erforderlich.

    Ende des Kreuzhebens
    Ein sichtbares Signal bestehend aus einer Abwärtsbewegung des Armes zusammen mit dem hörbaren Kommando „Down“.



  4. Nachdem die Stange in die Ständer oder auf die Bühne zurückgelegt wurde, geben die Schiedsrichter mittels der Lampen Ihre Entscheidung bekannt. Weiß für einen gültigen und rot für einen ungültigen Versuch.

  5. Die 3 Kampfrichter sollen eine Position wählen, von wo sie die bestmögliche Sicht auf den Athleten haben. Während der Übungsausführung ist es ihnen jedoch nicht gestattet aufzustehen. Der Hauptkampfrichter sollte sich entsprechend platzieren um gut gesehen zu werden und um irgendwelche Ablenkungen des Wettkämpfers zu vermeiden, sollte er zwischen den Signalen bewegungslos sitzen bleiben. Um die Aufpasser bei ihrer Pflicht nicht zu behindern, können die Seitenrichter eine Änderung Ihrer Sitzposition vornehmen und sich vor- oder seitwärts lehnen. Die Seitenrichter müssen während der Kniebeuge seitlich oder vor dem Wettkämpfer sitzen, keinesfalls sollen sie hinter dem Athleten Platz nehmen. Die Aufpasser müssen während der Kniebeuge für die Seitenrichter ein „Sichtfenster“ freilassen.

  6. Vor dem Wettkampf müssen die WPC Wettkampffunktionäre, die Kampfrichter und zusätzlich ernannte Funktionäre folgendes sichergestellt haben:


    1. Die Bühne und die Wettkampfausrüstung muss in jeder Hinsicht mit den Regeln übereinstimmen. Scheiben und Stangen sollen auf Gewichtsunstimmigkeiten untersucht werden und fehlerhafte Ausrüstung wird aussortiert.

    2. Die Waage muss genau und korrekt funktionieren.

    3. Die Abwagezeiten müssen genau eingehalten werden und die Wettkämpfer innerhalb ihres, der jeweiligen Körpergewichtskategorie entsprechenden Abwagedurchgängen gewogen werden.

    4. Falls gewünscht, muss eine Kontrolle der persönlichen Ausrüstung durchgeführt werden.

    5. Der Sprecher, der Zeitnehmer (wenn dieser kein Kampfrichter ist), die Ordner, Schreiber, Rekordüberwacher und Scheibenstecker/Aufpasser müssen ihre Pflichten und mit ihren Aufgaben verbundenen Regeln verstehen.



  7. Während des Wettkampfes müssen die drei zuständigen Kampfrichter gemeinsam sicherstellen, dass:


    1. Das Gewicht der beladenen Stange mit dem vom Sprecher durchgesagtem Gewicht übereinstimmt. Die Kampfrichter können zu diesem Zweck Ladetabellen verwenden.

    2. Die als gültig oder ungültig gewertete Versuche auch so festgehalten werden und dass alle anderen Aspekte der Wettkampfordnung eingehalten werden.

    3. Die Ausrüstungsgegenstände des Wettkämpfers einen optisch akzeptablen Standart aufweisen und den Regeln entsprechen.



  8. Wenn während der Übungsausführung ein Fehler auftritt, der die Ungültigkeit des Versuches darstellt, ist die Vorgehensweise wie folgt:


    1. Die Kampfrichter können den Versuch aus Sicherheitsgründen stoppen. Der Hauptkampfrichter teilt den Scheibensteckern durch das Kommando „Rack“ oder „Abnehmen“ mit, dem Wettkämpfer das Gewicht beim Bankdrücken oder der Kniebeuge abzunehmen. Während des Kreuzhebens gibt der Hauptkampfrichter dem Wettkämpfer ein Zeichen durch abwärtsbewegen des Armes und dem Kommando „down“.

    2. Es dürfen keine zwei verwandten Familienmitglieder gleichzeitig als Kampfrichter auf der Bühne tätig sein.



  9. Wenn vor Beginn der Übungsausführung die Kampfrichter einen Fehler in der Aufstellung des Athleten bemerken, so muss wie in Punkt 8a beschrieben, vorgegangen werden. Der Hauptkampfrichter gibt in diesem Fall kein Startzeichen und weist den Wettkämpfer an die Hantel in die Ständer einzuhängen. Wenn der Hauptkampfrichter einen Fehler sieht, der für die Seitenrichter nicht wahrnehmbar ist, wie z.B. wenn die Griffbreite beim Bankdrücken über 81 cm hinausgeht, oder der Athlet umgreift die Lager der Aufsteckbuchsen, so kann er alleine das Signal zum Einhängen der Hantel geben. Wenn verlangt, muss der Hauptkampfrichter schnell die Art des Fehlers erklären. Der Wettkämpfer hat den Rest der nicht- abgelaufenen Zeitspanne zur Verfügung um den Versuch ohne den Fehler auszuführen. MERKE: Für die obengenannten Gründe ist es wichtig, dass der Zeitnehmer die Uhr erst dann stoppt, wenn der Wettkämpfer das Startsignal erhalten hat.


  10. Fehler bei der Aufstellung für die Kniebeuge:
    1. Das Umgreifen der Lager.

    2. Keine aufrechte Startposition eingenommen.

    3. Die Knie nicht durchgestreckt.

    4. Die Hantel ist tiefer als 3 cm unter dem oberen Ende des vorderen Schultermuskels abgelegt.


    Fehler bei der Aufstellung für das Bankdrücken:
    1. Griffbreite überschreitet 81 cm.


    Fehler bei der Aufstellung für das Bankdrücken, die nach dem Kampfrichtersignal beibehalten werden, sind folgende:
    1. Wenn der Wettkämpfer mit seinen Schuhen keinen Kontakt mit der Bühne oder den Fußblöcken hat.

    2. Wenn der Wettkämpfer mit seinen Schuhen die Bank oder deren Stützen berührt.

    3. Wenn das Gesäß keinen Kontakt mit der Oberfläche der Bank hat.


    Alle diese potentiellen Fehler sollten von dem Kampfrichter der sie entdeckt hat, dem Wettkämpfer mitgeteilt werden.

  11. Vor Beginn des Versuches, wenn einer der Seitenrichter einen Regelverstoß bezüglich der Kleidung oder der Ausrüstung des Athleten bemerkt, soll er den Hauptkampfrichter darauf aufmerksam machen. Der Hauptkampfrichter, der einen Regelverstoß beobachtet, kann selbständig handeln. In beiden Fällen werden die Kampfrichter zusammengerufen, um den Athleten zu kontrollieren. Wenn der Fehler als eindeutige Absicht zu betrügen betrachtet werden kann, wird der Wettkämpfer vom Wettkampf ausgeschlossen. Wenn der Fehler als Versehen oder als echter Fehler betrachtet werden kann, so soll der Starter den Fehler beheben, bevor er mit seinem Versuch beginnen kann. In einem solchen Fall wird die Zeituhr nicht gestoppt. Wie der Fehler betrachtet wird und welche Maßnahmen gesetzt werden, liegt in der Beurteilung der Schiedsrichter.


  12. Folgende Fehler sind eine eindeutige Absicht zu betrügen:
    1. Das Verwenden von mehr als einem ungültigen Wettkampfanzug.

    2. Das Verwenden von mehr als einem unterstützenden oder einem illegalen Unterhemd.

    3. Das Verwenden von mehr als einem Paar Bandagen oder solche die beträchtlich über die vorgeschriebene Länge hinausgehen.

    4. Irgendwelche Zusätze, welche die Regeln der vorgeschriebenen Kleider und persönlichen Ausrüstungsgegenstände überschreiten, wie z.b. Körperbandagen Handtucheinlagen, Anreger usw.

    5. Die Anwendung von Öl, Fett, Flüssigkeiten oder Schmiermittel an den Oberschenkeln beim Kreuzheben.

    6. Andere, ähnlich schwere Regelverstöße.


    Fehler die als Versehen oder als echte Fehler betrachtet werden:
    1. Socken oder Kniestrümpfe, welche die Bandagen berühren oder überlappen.

    2. Verwendete Bandagen, die offensichtlich die erlaubten Wickelbreiten (bei Handgelenke 12 cm, bei Kniegelenke 30 cm), überschreiten.

    3. Bandagen, die etwas über die vorgeschriebenen Regelungen hinausgehen.

    4. Artikel, die während des Aufwärmens getragen wurden und dann zu entfernen vergessen wurden, wie, z.B. Hüte usw..

    5. Andere Regelverstöße mit ähnlichen Konsequenzen.


  13. Wenn einer der Kampfrichter einen Regelverstoß vermutet, ohne sicher zu sein, so soll erst nachdem der Versuch durchgeführt wurde, eingeschritten werden. Der Wettkämpfer wird kontrolliert und bei einem Fehler soll darauf aufmerksam gemacht und gewarnt werden, dass der Regelverstoß im nächsten Versuch nicht wiederholt wird. Der Versuch kann nach Ermessen der Kampfrichter für ungültig erklärt werden. Sollte dennoch und trotz Verwarnung der Fehler wieder auftreten, so wird der Versuch als ungültig gewertet. Bei eindeutig betrügerischen Absichten wird der Athlet ausgeschlossen.

  14. Kampfrichter sollen dem Wettkämpfer oder seinem Trainer auf Verlangen erklären, warum ein Versuch ungültig gewertet wurde. Eine kurze und präzise Stellungnahme soll abgegeben werden, es soll auf keine Debatten eingegangen werden und eine Erklärung darf den Kampfrichter nicht von seiner Pflicht ablenken. Der Schiedsrichter soll sich jeden Kommentars enthalten und kein Dokument oder mündlichen Bericht, den Fortschritt des Wettkampfes betreffend, erhalten.

  15. Ein Kampfrichter soll die Entscheidungen der anderen Kampfrichter nicht zu beeinflussen versuchen. Wenn ein Versuch einmal begonnen hat, behält sich jeder Kampfrichter seine eigene Beurteilung, bis zum Ende des Versuches vor. Keinesfalls sollte ein Kampfrichter seine Hand heben, nachdem der Versuch begonnen hat, außer die Sicherheit des Wettkämpfers ist gefährdet.

  16. Der Hauptkampfrichter kann mit den Seitenrichtern oder den Wettkampffunktionären beraten, um falls nötig, den Ablauf des Wettkampfes zu beschleunigen oder zu erleichtern.

  17. Nach dem Wettkampf müssen die 3 Kampfrichter alle offizielle Ergebnislisten, Rekordanträge oder sonstige Dokumente unterzeichnen.

  18. Bei Welt- und Internationalen Meisterschaften dürfen nur WPC Kampfrichter die Versuche beurteilen. Die drei Kampfrichter, die bei Weltmeisterschaften in einem Durchgang werten, dürfen nicht der selben Nationalität angehören. Bei Internationalen Wettkämpfen dürfen nicht mehr als zwei Kampfrichter der gleichen Nationalität angehören. Die Auswahl der Schiedsrichter erfolgt durch die WPC Wettkampffunktionäre.

  19. Wenn ein Kampfrichter in einem Durchgang als Haupt- oder Seitenrichter arbeitet, schließt ihn das nicht von der Wahl als Seiten- oder Hauptkampfrichter des nächsten Durchganges aus.

  20. Alle Kampfrichter müssen bei Welt- und Internationalen Meisterschaften gleich angezogen sein.

    Männer:

    Winter - Dunkelblauer Blazer oder Weste mit dem WPC-Kampfrichterabzeichen an der linken Brusttasche, Hose, weißes Hemd und eine Krawatte.

    Sommer - Weißes Hemd und Hose, wahlweise eine Krawatte.

    Frauen:

    Winter - Dunkelblauer Blazer oder Weste mit dem WPC-Kampfrichterabzeichen an der linken Brusttasche, Rock oder Hose mit einer weißen Bluse, oder ein Top.

    Sommer - Ein Kleid, Rock oder Hose mit einer weißen Bluse oder weißen Top.

    Der zuständige WPC Wettkampffunktionär soll entscheiden, ob Winter- oder Sommerbekleidung getragen werden soll.

  21. WPC Kampfrichter können, nach Berücksichtigung ihrer Leistung und Fähigkeiten, durch die WPC Funktionäre von ihrem Kampfrichterstatus enthoben werden.


 
WPC - WETTKAMPFFUNKTIONÄRE

  1. Bei Welt- und Internationalen Meisterschaften werden WPC Wettkampffunktionäre ernannt, die den Vorsitz über alle Belange des Wettkampfes haben. Sie sollen garantieren, dass die technischen Regeln korrekt angewendet werden, etwaige Einwände oder Einsprüche überprüft werden und den Wettkampf leiten und überwachen. Für Weltmeisterschaften sollen fünf Funktionäre ernannt werden, davon müssen mindestens drei aus verschiedenen Ländern stammen. Für Internationale Meisterschaften werden drei Funktionäre ernannt, die zumindest aus zwei verschiedenen Nationalitäten zusammengesetzt sein sollen. Ein Reservemitglied kann ernannt werden.

  2. Diese Wettkampffunktionäre werden vor Wettkampfbeginn von dem Präsidenten, dem Vorsitzenden, dem Vizepräsidenten, dem Generalsekretär und dem technischen Leiter ernannt.

  3. Alle Wettkampffunktionäre müssen WPC Kampfrichter sein.

  4. Während eines Wettkampfes können die WPC Wettkampffunktionäre einen Schiedsrichter, dessen Wertungen beweisen, dass er inkompetent ist, durch eine Mehrheitsentscheidung absetzen. Der betroffene Kampfrichter soll aber vorher eine Verwarnung erhalten.

  5. Wenn bei einer Entscheidung eines Kampfrichters ein schwerer Fehler, der gegen die technischen Regeln verstößt, auftritt, so können die Wettkampffunktionäre entsprechende Maßnahmen ergreifen, um den Fehler zu korrigieren. Eine erfolgte Wertung der Kampfrichter kann nicht aufgehoben werden, aber die Funktionäre können dem Wettkämpfer einen zusätzlichen Versuch gewähren.

  6. Die WPC Wettkampffunktionäre sollten bei allen Wettkampfdurchgängen anwesend sein.


 
REKORDE UND WELTREKORDE

  1. Bei allen, von WPC anerkannten Wettkämpfen, können Weltrekorde aufgestellt werden, vorausgesetzt:


    1. Alle WPC Regeln werden erfüllt, oder eine vom WPC anerkannte nationale Variante wird angewendet.

    2. Der Weltrekordanwärter muss entweder ein Mitglied eines dem WPC angehörigen nationalen Verbandes, oder ein WPC Mitglied sein, dessen Land noch nicht beim WPC organisiert ist.

    3. Zumindest zwei gegenwärtige WPC Kampfrichter müssen den Versuch beurteilen und dafür bürgen, dass alle erforderlichen technischen Standards eingehalten werden. Der dritte Kampfrichter muss ein mit nationaler Lizenz ausgestattetes Mitglied, einem dem WPC angehörigen nationalen Verband, sein.

    4. Die Hantel und die Scheiben werden vor dem Wettkampf gewogen und die genauen Gewichte aufgezeichnet, oder es wird nach einem erfolgreichen Weltrekordversuch nachgewogen.

    5. Die Wettkämpfer sind vor dem Wettkampf genau gewogen worden.

    6. Die für die Abwage verwendete Waage muss genau funktionieren, hierfür soll ein Zertifikat vom Eichamt oder ein von einer bevollmächtigten Waagenvertriebsgesellschaft ausgestellter Testschein, der nicht älter als 6 Monate ist, vorhanden sein.

    7. Die Kleidung und die persönliche Ausrüstung des Athleten entspricht den Regeln.


  2. Weltrekorde können nur bei internationalen oder nationalen Meisterschaften aufgestellt werden. Regionale Wettkämpfe werden nicht anerkannt. Es soll ein Weltrekordbuch geführt werden, in dem der Status der Meisterschaft, Ort, Datum, Name, Nationalität, Gewicht und Altersklasse des Athleten sowie der alte und neue Rekord festgehalten wird. Die drei diensthabenden Schiedsrichter müssen dann diese Aufzeichnungen unterschreiben. Der Wettkämpfer muss am Wettkampfort sein Alter zufriedenstellend (Lichtbildausweis) nachweisen. Der Rekord muss dem Rekordlistenführer des WPC gemeldet werden.

  3. Wenn bei einer vom WPC anerkannten Meisterschaft ein Athlet mit einem gültigen Versuch innerhalb 20 kg des bestehenden Weltrekords liegt, kann er einen vierten Versuch, der höher als der bestehende Rekord sein muss, verlangen. Der vierte Versuch wird getrennt vom Gesamtergebnis registriert. Weitere Versuche sind nicht gestattet.

  4. Nur Wettkämpfer, die tatsächlich am Wettkampf teilnehmen, können versuchen Weltrekorde aufzustellen.

  5. Wettkämpfer, die nicht an der gesamten Veranstaltung teilnehmen, können nicht versuchen, in einer Einzeldisziplin einen Weltrekord aufzustellen.

  6. Für den Fall, dass zwei Athleten bei demselben Wettkampf einen Einzel- oder Gesamtergebnisrekord aufstellen, wird der leichtere Wettkämpfer als neuer Rekordhalter anerkannt. Sollten beide Starter auch das gleiche Körpergewicht haben, so müssen die Athleten nochmals gewogen werden. Sollten die Beiden wieder gleichviel wiegen, so werden alle Zwei als Rekordhalter anerkannt.

  7. Neue Einzelrekorde sind nur gültig, wenn sie den alten Rekord um mindestens 500 Gramm übersteigen. Bruchteile von 500g werden nicht beachtet z.B. 87,7kg werden als 87,5kg registriert.

  8. Rekorde sind nur für die jeweilige Körpergewichtsklasse, die bei der offiziellen Abwage festgestellt wurde, gültig.

  9. Es gibt einen offiziellen Weltrekord für die Gesamtsumme der 3 Disziplinen. Folgende Voraussetzungen sind notwendig:


    1. Die Hantel und die Scheiben müssen gewogen werden und den Normen entsprechen.

    2. Der Rekord ist die Gesamtsumme der besten Einzelergebnisse. Es werden auch die genauen Gewichte von Rekordversuchen innerhalb der drei Versuche anerkannt.

    3. In der Gesamtsumme dürfen keine Viertversuche enthalten sein.


  10. Rekorde, die in Einzeldisziplinen aufgestellt werden, sind nur dann gültig, wenn der Athlet ein Gesamtergebnis vorweisen kann.

  11. Rekorde, die bei Wettkämpfen aufgestellt werden, die nur aus einer Disziplin bestehen, werden nicht als WPC Weltrekord angesehen. Sie werden aber registriert, als offizieller Einzeldisziplinweltrekord.


 
SONSTIGES, ÄNDERUNGEN:

    Der Wettkämpfer darf mit offenen oder blutenden Wunden die Bühne nicht betreten. Sollte dennoch während der Übungsausführung die Bühne, Stange oder die Ausrüstungsgegenstände mit Blut verunreinigt werden, müssen diese gereinigt und desinfiziert werden.


    Neu WPC & WPC-A

    Seitenkampfrichter dürfen beim Beugen und Kreuzheben nicht hinter dem Athleten sitzen und werten. Sie müssen auf Hantelebene oder bis 1,2m davor Sitzen.

    In Europa werden keine Submastersklassen geführt, nur die Rekorde werden übernommen.

    Bei Staatsmeisterschaften bzw. Nationalmeisterschaften (nur für Österreich gültig), müssen alle Athleten auch in der OPEN starten und werden auch dort mitgewertet.

    Nationalmeisterschaften sind PFLICHTSTART in Österreich für alle die international starten wollen!

    In Deutschland (WPC Germany) dürfen bei Nationalmeisterschaften Österreicher mitstarten und können Staatsmeister werden.

    Bei nationalen Österreichischen Wettkämpfen dürfen Zughilfen für Athleten die mindestens 50% an einer Hand behindert sind verwendet werden. Hierbei erzielte Ergebnisse des betroffenen Athleten gelten nicht für Rekorde und internationale Qualifikationen!

Stand 2001

 
Miska Trans